Eine kleine Auswahl an Gedichten die ich in den dunkelsten Stunden der letzten
Jahre geschrieben habe.

Die Klinge - der Sinn?
Vom Gesicht rollen mir viele Tränen
denn die Traurigkeit ist ganz akut
Meinen Schmerz darf ich nicht erwähnen
sonst fließt vom Arm das Blut

Ich weine fast Tag ein, Tag aus
an mir suppt schon die Wunde
Komme ich aus der Traurigkeit je wieder raus?
Wenn nicht, gehe ich bald zugrunde

In mir spüre ich einen Schmerz
mein Dasein ist unerträglich
Alles zerbricht mir das Herz
ich fühle mich einfach kläglich

In der Hand halt ich schon ne Schere
damit bekämpfe ich meine innere Leere
Denn die Klinge ist mein Leben
keiner sonst kann den Schmerz beheben

Frage mich nicht nach dem Sinn des Lebens
denn die Antwort ist wie immer vergebens


Leere
Leere umgibt mich
Schnürt mir die Seele
Ich kriege keine Luft
Weiß nicht was ich tun soll
Wer hilft mir?
Ich schreie um Hilfe..
Stumm?
Taub?
Wieso hört mich keiner?
Warum lassen mich alle allein?
Ich weiß nicht, wie ich es schaffen soll.
Schmerz
Unerträglicher Schmerz
Er frisst mich auf.
Wieder schreie ich.
Keiner hört mich.
Wie lange werde ich noch Kraft haben, zu schreien?
Was ist dann?
Wenn ich nicht mehr kann?
Was dann...


Gedankenfetzen
Ich habe Angst
Angst vor dem Leben
Ohne Liebe, ganz allein
Fühle keinen Schmerz
Lenke mich ab
Verdränge alles

Flüchte in eine andere Welt
In der mich keiner aufhält
Will nicht wieder kommen
Nur alleine sein
Das wäre schön

Keiner da der mir weh tun kann
Niemand wird meine Narben sehen
Und die Klinge die neben mir liegt
Kann machen was ich will
Mich ritzen
Verletzten
Ohne das jemand böse wird

Es kann keiner verhindern
Denn ich bin wieder allein
Es darf mir keiner weg nehmen
Sonst hab ich nichts mehr

Ich verfalle voll in Selbstmitleid
Habe doch Freunde
Und Familie
Doch will ich die nicht
Will nur ein Herz bei mir spüren

Mein eigenes Herz ist so leise geworden
Habe ihm verboten laut zu klagen
Sonst stell ich mir nur tausend Fragen
Habe lieber nur ein Gedanke
Mich mit meinem Blut zu umhüllen

Doch das darf ich nicht
Sonst ich alles vernicht
Das ich bereits geschafft habe
Leider ist es schon zu spät
Mein Körper wieder damit übersäht

Überall sind Schnitte
Und offene Narben
Keiner is da der mich aufhält
Der mich umarmt und beschützt
Ich will das alles doch nicht

Nur muss ich
Damit ich etwas spüre
Etwas passiert in meinem Leben
Sonst geh ich ein
Vor Einsamkeit

Ich krieg wieder Schmerzen im Magen
Wie immer wenn ich voll trauer bin
Wieso lass ich mich so quälen?
Das alles ist echt dumm

Nur ändern geht kaum
Oder doch?
Muss es versuchen
Den Sinn in meinem Leben nicht vergesen...


Küsse
Warum bist du so kalt,
obwohl du doch so zärtlich
meine Wange küsstest
und es so schien;
als würdest du mich nie,
nie wieder alleine lassen.
Voller Tränen
Stehe ich nun doch
Schon wieder alleine
Hier im kalten,leeren Raum,
ganz ohne dich.
Verloren,
und das einzige was mich küsst;
sind meine Tränen….


Kalt und Warm
Mir ist Kalt
Ich erfriere
Spüre den Frost
In meinem Herz
das Eis in meiner Lunge
Alles gefriert
Nichts ist noch warm
Mein Körper ist taub...

Ein Zeichen von
Wärme
Kenne ich noch
Das Zeichen
Des Lebens
Ist mein Blut
Es pulsiert
In meinen Adern
Unter der Kälte
Meiner Haut...

Bis es wieder soweit ist
Ich das Messer
Ansetze
Und ich
Wieder etwas
Warmes spüre
Und ich
Wieder existiere...


Ich schreie
Ich schreie
Schreie um Hilfe
In einem leeren Raum
Alles wirkt wie ein Traum

Ich schreie
Schreie durch die Unedlichkeit
Niemand hört meinen Laut
Die Unendlichkeit mir alles versaut

Ich schreie
Schreie nach meiner Seele
Denn sie wurde mir geraubt
Jemand hat sich dies erlaubt

Ich schreie
Schreie voll Schmerz
Solang ich noch habe
In meinem Gesicht hab Farbe

Ich schreie
Schrei schon lange
Bis der Schrei endet
Mein Leben sich beendet

Ich schreie...noch!


Frei sein
Ich möchte frei sein
Nur noch ich allein sein
Frei von allen Sorgen
Mit Aussicht auf den nächsten Morgen

Doch so ist es nicht
Alles in mir sticht
Es ist so kompliziert
Mein Herz es erfriert

Ich muss doch leben
Ohne Erdbeben
Ohne Schmerz
In meinem Herz

Alle wollen mich verstehn
Doch nichts wollen sie sehen
Ihre Augen erneut geschlossen
Doch meine Narben lang wieder offen

Was soll ich tun?
Was ist den nun?
Suche die Kraft
Die nicht erwacht

Werde es schon meistern
Und alle damit begeistern
Das ich noch fühle
Trotz meiner innernen kühle


Zeit
Eine zeit in der ich es verabscheue in den spiegel zusehen
Eine zeit in der ich mich hasse ohne grund
Eine zeit in der ich weine bis zu erschöpfung
Eine zeit in der ich im bett die ganze nacht wach liege
Eine zeit in der ich an selbstmord denke
Eine zeit in der ich leblos mein leben lebe
Eine zeit die mich innerlich zerfrisst
Eine zeit die nicht vorbei geht
Eine zeit in der ich nicht sein möchte
Eine zeit der man ein ende machen sollte......


Einfach so
Ich liege in meinem Bett
Keinen Gedanken habe ich im Kopf
Ein leiser Windhauch streift über mein Gesicht
Woher er nur kommt? Es schein doch Windstill?
Dieser Hauch ist wie ein Kuss von dir
Dieser Kuss ist betäubend
Ich drehe mich in meinem Bett rum
Nur um festzustellen das du nicht hier bist
Was würde ich dafür geben dich zu spüren neben mir
Doch das darf nicht mehr sein
Es ist schwer das zu aktzeptieren
Aber es sollte nicht sein
Wir sind uns so gleich und doch verschieden
Daher müssen wir voneinander getrennt sein
Ich liebe dich noch immer auch wenn ich das niemanden sage
Denn offiziell kann ich dich nicht mehr leiden
Du hast mir weh getan, ich habe dir weh getan
Wir haben uns gegenseitig weh getan

Der Windhauch ist vorrüber
Die Stille ist erdrückend
Du bist mir ferner den je
Tränen rinnen meine Wangen hinab
So muss es sein damit ich es verkrafte
Die Welt dreht sich weiter
Doch hier im Moment steht sie still
So ist es gerade und wird es immer sein
Wenn ich an dich denke


Meine Arme schmerzen
Meine Arme schmerzen
Ich will nicht mehr
Mein Körper streikt
Alles brennt und tut weh
Meine Gefühle spielen verrückt
Alles nur wegen ein wenig Alkohol
Werde ich es den je schaffen ohne?
Ich weiß es nicht
Will es doch so gerne schaffen
Doch irgendwie soll es nicht klappen..
Warum den nur?
Habe wieder alle enttäuscht
Und den Abend versaut.


Rinnsal
Ein Rinnsal bildend
Fließend
Ganz langsam
Und warm
Hinabtropfend
Zerlaufend
Und doch
Sich wieder vereinend
Zu einer Pfütze
..einem See
Vermischt mit Tränen
Tränen meiner Selbst..
Kommt es
Um zu heilen
den Schmerz!
- Das Blut das aus meinen Adern fließt -


Seltsame Gefühle
Ich will leben, ich will es nicht
Brauche euch, brauche euch nicht
Ich will weinen und doch wieder nicht
Will nicht allein sein und doch nicht bei irgendwem
Habe ein schönes Leben, hasse alles hier
Ich schreien, bin stumm
Fühle mich wohl doch ist mir kalt
Diese Augen retten mich und doch ertrinke ich in ihnen
Mein Herz liebt, mein Kopf blockiert es
Fühle mich leer, meine Gefühle rasen
Will lachen und zugleich weinen
Ja und Nein
Nein und Ja


Blood
My blood was running
down my arms
it was everywehre
it was too much blood.
Yesterday I was sick.